Pressespiegel
DIENSTAG, 24. DEZEMBER 2002
Adventskonzert zum Träumen
Contrapunkt in St. Fridolin
LÖRRACH (rok). Der Rhythmus beginnt langsam und leise, wird immer schneller: ein Zug setzt sich in Bewegung. Rebecca Mehler beginnt zu erzählen. Sie erzählt von Maria und Joseph, die sich aufmachen nach Bethlehem und die sich, wenn sie im Zug gefahren wären, nur die dritte Klasse hätten leisten können. Mehler erzählt in Schweizer Mundart, in klarer direkter Sprache, herzlich und warm. Von überall her kommen die Hirten, wärmen dem Kind die kalten Hände, einer schenkt ihm ein Schaffell. 'E bisseli Hilf duet immer guet.'
Konzert der Chorgemeinschaft "contrapunkt" am vierten Adventsonntag in der Kirche St. Fridolin. Schön ist es, dem großen Chor unter der Leitung von Georg Hausammann zu lauschen. Mit großer Ruhe und Klarheit tragen die etwa 50 Sängerinnen und Sänger die bekannten Lieder wie "Maria durch ein Dornwald ging" vor. Zwei vielseitige Musiker begleiten den Chor. Das zärtliche "Dormi, dormi" aus dem Tessin begleitet der Percussionist Thomas Weiss mit hellen Glöckchen. Beim schnellen "Il est né le divin Enfant" aus Frankreich und beim schwungvollen 'Yo soy indiecito" aus Ecuador schlägt er eine große Trommel. Lukas Rohner begleitet mit Akkordeon und Claviola, die an eine Panflöte oder eine Obertonflöte erinnert.
Phantasievolle Zwischenspiele unterbrechen die musikalische Weltreise und drücken die Freude über die Geburt des Kindes aus: Da laden die Rhythmen der großen tiefen Trommel und der Kalebassen zum Träumen ein. Dazu erklingt vom Chor und von der Flöte eine leichte, fast tanzende Melodie. "Amezaliwa" - mit diesem temperamentvollen Lied aus Tansania endet das Programm. Georg Hausamann fordert auf zum Mitklatschen. Begeistert gehen die Menschen in der vollbesetzten Kirche mit. (...)
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