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Mai 2022

 

Liebe Leserin, lieber Leser


Der Chorbetrieb läuft endlich wieder – und somit können wir mit einem analogen Versand auf
unsere nächsten Projekte gluschtig machen.


Im Juni bringen wir das Projekt JEDER MENSCH zur Aufführung – ein Chorkonzert zu Menschenrecht
und Menschenwürde. Inspiriert hat uns ein Büchlein von Ferdinand von Schirach,
in dem der Schriftsteller und Jurist sechs neue Grundrechte im Kontext von Globalisierung,
künstlicher Intelligenz und Klimawandel vorschlägt. Diese sechs Gedanken strukturieren unser
Konzertprogramm, in dem wir auch eine Auftragskomposition unserer Chorleiterin uraufführen.
Abélia Nordmann hat für das 40-jährige Bestehen unseres Chores ein Werk komponiert.
Ihrem Werk MENSCH liegt – wie dem Projekt selbst – das Anliegen zugrunde, für die
Würde des Menschen einzustehen. Begleitet werden wir von einem Streichquartett und einer
Mezzosopranistin.


«In unserem Konzertprojekt JEDER MENSCH ordnen sich Volkslieder, Choräle und Kompositionen
von Grieg und Pärt assoziativ den neuen Grundrechten zu und laden ein, über
die Menschenrechte nachzudenken. Im finnischen Volkslied geht es beispielsweise um
Wahrheit; wir verbinden es mit dem geforderten Grundrecht, dass Amtsträger*innen
immer die Wahrheit sagen müssen. Sehr utopisch, aber sehr wichtig. Mein Stück –
MENSCH – kommt an fünfter Stelle, dort, wo es in den vorgeschlagenen Grundrechten
um Globalisierung, um ein «Weiterfassen» der Welt geht. Für mich ist dieses Recht ein
Kernstück in unserem westeuropäischen Alltag.»
                                                                                                                          Abélia Nordmann


Trotz der inhaltlich beissenden Aktualität der Uraufführung ist die Klangsprache des Auftragswerks
«sehr poetisch», wie es unsere Chorleiterin ausdrückt. Das Konzert darf also durchaus
genossen werden und wer weiss, vielleicht leistet es ja einen kleinen Beitrag zu einer
friedensvolleren Welt, weil diese Musik die Singenden und die Zuhörenden erfüllen kann mit
bitter notwendiger Zuversicht und auch mit einer Versöhnungsfähigkeit, die ins Berufsleben
oder in die Nachbarschaft weitergetragen werden kann.

 

Ebenfalls schon hinweisen wollen wir Sie auf unser Konzert im September. Da werden wir den
CANTO GENERAL von Mikis Theodorakis (1972) endlich (und in der Geschichte des Contrapunkt
zum vierten Mal) auf die Bühne bringen – gemeinsam mit Mitgliedern des ensemble
liberté, einem Instrumentalensemble und Solist*innen. Der «Grosse Gesang» wird ergänzt
durch zwei zeitgenössische Werke von südamerikanischen Komponistinnen. Auch hier geht es
um das Ansprechen von Missständen – allerdings in einer viel wilderen Klangfarbe.

 

Mit grosser Vorfreude grüsst herzlich

 

Kathrin Urscheler

Präsidentin Contrapunkt

 

 

 

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