Die besondere Aufmerksamkeit des contrapunkt chor gilt der Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen, Volksliedern und Musikbereichen sowie Chorprojekten mit MusikerInnen und KomponistInnen am Rande oder ausserhalb der konventionellen Musikszene. Der Chor fühlt sich einer innovativen und gegenwartsbezogenen Chorarbeit verpflichtet, ohne sich dabei die Chormusik der Vergangenheit mit ihren grossartigen Meisterwerken vorzuenthalten. Der 1981 von Georg Hausammann gegründete Chor zählt heute ca. 70 Sängerinnen und Sänger aus der Region Basel. Seit 2010 singt der contrapunkt unter der Leitung von Abélia Nordmann.

 

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Abélia Nordmann (D/F) leitet Chöre, Ensembles und Produktionen in Basel und in den Nachbarländern der Schweiz. Sie ist Dirigentin des contrapunkt chor, des Chores bâlcanto, des Projektchors ensemble liberté, des jungen Vokal- und Instrumentalensembles novantik project basel, des Kinder- und Jugendchores Lörrach und des trinationalen Ensemble Choeur3. Sie ist für den Raum für Kultur H95 aktiv und baute das akustisch-experimentelle Projekt Markthall sowie die Konzertreihe filter4voices im ehemaligen Wasserreservoir Filter4 auf. Abélia Nordmann wirkte bis 2008 als Pianistin und Musikpädagogin in München und schloss ihren Specialised Master in Chorleitung an der Hochschule für Musik Basel 2013 ab. Interdisziplinäre und interkulturelle Brückenprojekte, Neue Musik und Chorimprovisation an unkonventionellen Aufführungsorten bilden den Schwerpunkt eines Engagements, das Welt und Kunst mit offenen und kritischen Augen und Ohren begegnet. 2016 erhielt Abélia Nordmann der Förderpreis Musik des Kantons Basel-Landschaft.

www.abelianordmann.com

 

 

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Georg Hausammann: Leitgedanken für eine zukunftsorientierte und innovative Chorarbeit (1998/2000)

«Ein Mensch ohne Utopie ist ein verkrüppelter Mensch.» - Ernst Bloch

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. etwas tun, was mir/uns guttut, mich/uns mit Freude erfüllt und ermutigt
. etwas, das mich/uns inhaltlich/musikalisch interessiert, möglichst gut machen, der Sache auf den Grund gehen, ihren Kern – Geist – aufspüren und zum Ausdruck bringen
. etwas tun, das mich/uns in meiner/unserer leiblich-seelischen Ganzheit anspricht und beansprucht
. etwas tun, das mit meinem/unserem Menschsein – menschlichen Sein – unserem Leben, Lieben, Leiden und Sterben zu tun hat
. Grenzen erkunden und überschreiten: musikalisch, geistig, sinnlich, künstlerisch
. Gemeinschaft pflegen, sich austauschen mit Gleichge-sinn-ten
. etwas zur Erhaltung eines guten Klimas, einer guten Atmosphäre beitragen, unsere Duftnote verbreiten, Zeichen setzen, Signale aussenden
. mich/uns am Netzwerk einer menschenfreundlichen und solidarischen Welt beteiligen
. mich/uns immer wieder dem Neuen zuwenden, neuen Anforderungen und Erfahrungen aussetzen
. stets ein/eine mit allen Sinnen und Geistesgaben Lernende(r) bleiben
« ... denn (nur) der schöpferische Mensch ist ein Hoffender, fortschreitend ins Offene, "ins Gelingen verliebt"» (Ernst Bloch)
cp. 2000/1998